„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“ – so lautet ein Sprichwort. Es betont die Wichtigkeit von Gemeinschaft und die Vielzahl von Einflüssen, die Kinder prägen. Das klassische Dorf wird heute ersetzt durch verschiedene Institutionen. Neben den klassischen Einrichtungen von Kitas und Schulen sind es bei uns in Waldbronn drei große Bereiche. Es ist die ehrenamtliche Tätigkeit in den Vereinen und Kirchen, die Schulsozialarbeit sowie die professionelle Jugendarbeit.
Idealerweise arbeiten die verschiedenen Akteure zusammen und bilden ein gemeinsames Netzwerk. Eine Besonderheit ergibt sich bei uns durch die Nähe zu Karlsbad. Viele Kinder gehen hier zur Schule. Dies macht eine interkommunale Jugendarbeit sinnvoll. Mit der Gründung des Trägervereins Jugendarbeit Karlsbad – Waldbronn wurde hierfür vor über 10 Jahren die Grundlage geschaffen.
Bisher erhielt der Trägerverein von der Gemeinde Waldbronn einen jährlichen Zuschuss von 260.000 Euro. In den letzten Monaten wurde vom Verein festgestellt, dass die Mittel nicht mehr ausreichend sind, um die Mitarbeiterkosten zu tragen. Es wurde die Erhöhung des Zuschusses um 80.000 Euro für das kommende Jahr sowie ein einmaliger Zuschuss für das laufende Jahr von 20.000 Euro beantragt. Unabhängig davon erwägt die Gemeinde Karlsbad ihren Zuschuss zu erhöhen bzw. eine zusätzliche 0,5-Stellen zu schaffen, um das bisher – im Vergleich zu Waldbronn – etwas geringe Angebot zu erhöhen.
Angesichts der enormen Erhöhung des Zuschusses ist es nun die Idee, dass in Waldbronn der Stellenanteil von 3 auf 2,5 gesenkt wird und diese 0,5-Stelle an Karlsbad geht. Hierdurch ist auch eine personelle Vernetzung der Jugendarbeit gegeben und die Zuschusserhöhung halbiert sich für uns. Sollte diese Kooperation nicht möglich sein, so wurden quasi unter Sperrvermerk 40.000 Euro vorgemerkt, um die Jugendarbeit in der bisherigen Form nicht zu gefährden bzw. die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu erhalten.

