Die vier Waldbronner Vereine, die für ihre Sommerfeste 2026 bei der Festhalle ein großes Zelt stellen, werden dabei von der Gemeinde unterstützt. Das hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen, obwohl die Verwaltung dem Ansinnen ablehnend gegenübergestanden hatte.
Aber der Reihe nach: Weil die vier Vereine das Zelt gemeinsam nutzen und es insgesamt vier Wochen stehen lassen, kommen alle deutlich günstiger davon als bei einzelnen Zeltanmietungen. Am Ende teilen sich die vier Vereine die Zeltmiete zu gleichen Teilen. Der Nachteil: Es braucht einen Verein als Auftraggeber, und der hätte dann die gesamten Mietkosten von geschätzt 9.000 bis 10.000 Euro als Umsatz in seinen Büchern, obwohl er natürlich drei Viertel der Ausgaben von den anderen Vereinen ersetzt bekommt. Überschreitet der Umsatz eines Vereins im Jahr aber eine bestimmte Grenze, hat dies steuerliche Nachteile. Das kann teuer werden. Deshalb gab es die Idee, dass die Vereine Angebote für die Zeltmiete einholen, die Verwaltung dann aber den Auftrag erteilt und das Zelt zunächst bezahlt, das Geld dann aber natürlich vollständig von den Vereinen zurückerhält.
Warum die Gemeinde das nicht wollte: Für die zusätzliche Arbeit der Verwaltung benötige es überplanmäßige Haushaltsmittel, außerdem fürchtete man, im Falle von Sach- und Personenschäden in die Haftung genommen zu werden. Der Bürgermeister sagte, die Vereine würden von der Gemeinde schon ausreichend unterstützt: „Ich sehe keinen Grund für ein weiteres Entgegenkommen.“ Doch so ließen sich die Gemeinderäte nicht abspeisen. Der Aufwand für die Verwaltung – so der fast einhellige Tenor quer durch die Fraktionen – bleibe absolut überschaubar. Diese Dienstleistung könne die Verwaltung für die vier Vereine durchaus übernehmen. Und die Vereine würden und müssten selbstverständlich entsprechende Versicherungen abschließen.
Am Ende war es eine klare Sache. Der ablehnende Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde abgeschmettert, der Antrag der Aktiven Bürger bei einer Enthaltung (Bürgermeister) angenommen.

